Der Andermatter Bauunternehmer und Bergführer Hans Bonetti war

1962 - 1968 Präsident des Urner Bergführervereins.

 

 

Auf seine Initiative entstand der Klettergarten in Bellinzona und die Vermigelhütte im Unteralptal.

 

Sein Vater, Sepp Bonetti erwarb 1912  das Skllehrer und das Bergführerpatent. 1942 verunglückte er bei einem Lawinenniedergang.

Die Vorfahren des Geschlechts Bonetti wanderten ca. um 1880 von Locarno über den Gotthard nach Andermatt ein.

Peter Bonetti, genannt „Bonetti der Stiefel“, (er trug immer hohe geschnürte Stiefel, damals „Russenstiefel“ genannt ) betätigte sich in den ersten Jahren als Vorarbeiter beim Erstellen der neuen Festungsbauten der Kasernen Altkirch und Bühl. Um die Jahrhundertwende gründete er ein Baugeschäft, welches jedoch nach seinem Tode im Jahre 1901, 2 Söhne und eine Tochter hinterlassend, einging.

 

Sepp Bonetti als ältester Sohn betätigte sich in der Landwirtschaft und erwarb 1912 das Bergführer- und Skilehrerpatent. Seiner im Jahre 1919 eingegangenen Ehe entsprossen 5 Söhne und 2 Töchter. Von denen legten Tobias, Hans und Josef im Jahre 1943 den Grundstein für die heutige Gebr. Bonetti AG.

1942 warf unterhalb der Rossbodenalp, am Eingang des Unteralptales der weiße Tod den kalten Mantel über  diesen Sepp Bonetti aus Andermatt.

 

Bauunternehmer und Bergführer Hans Bonetti war 1962 - 1968 Präsident des Urner Bergführervereins.

Auf seine Initiative entstand der Klettergarten in Bellinzona und die Vermigelhütte im Unteralptal.

 

 

Schon lange hatte Hans Bonetti aus Andermatt ein Auge auf den Klettergarten geworfen. Im Jahre 1967 kaufte er die zwei wichtigsten Teile der Klettergartens und übergab sie Hans Horlacher zum Weiterausbau und zur Suche neuer Routen. Die Vielfältigkeit und Beliebtheit des Klettergartens wurde auch über die Grenze des Kantons Tessin, insbesondere in der Deutsch-Schweiz und den naheliegenden Ländern bekannt. Durch die ständige Zunahme der Besucher wurde ein Zeltplatz und eines Grillplatzes mit Kamin unter Mithilfe von Militärrekruten, die den Klettergarten auch als geeignete Übungsfelsen benützten, geschaffen. Die Einrichtung eines Zeltplatzes erwies sich als positiv, und viele Besucher benützen gerne diese Gelegenheit.

 

1982 trat Hans Bonetti das Grundstück als Dank an die geleistete Arbeit an Hans Horlacher ab, unter der Voraussetzung, dass der Fortbestand des Klettergartens gesichert ist und erhalten bleibt, auch im Interesse des Tourismus der Stadt Bellinzona. Die gesamte Arbeit von Hans Horlacher und seinen Helfern wurden aus Idealismus und ohne Entgelt verrichtet. 1988 ersetzte man die bestehende Hütte durch einen festen Steinbau und gründete eine Stiftung "Klettergarten Bellinzona". Es ist der Zweck der Stiftung, den Unterhalt des Klettergartens zu sichern, sowie einen Übungsplatz für Alpinisten zu offerieren, um der Jugend die Möglichkeit zu geben, den Klettersport kennenzulernen, auszuzüben und zu verbreiten. Das Stiftungsvermögen besteht aus dem Land, daß Hans Bonetti kostenlos überlassen hat. In den Folgejahren wurden weitere Routen erschlossen, sodaß heute 28 Routen mit den verschiedenen Schwierigkeitsgraden vorhanden sind. Man findet nirgends einen so gut eingerichteten und einer Stadt so naheliegenden Klettergarten.

Von 1998 bis 2001 wurden fast 930 alte Haken durch neue Chromnickelhaken ,mit einer Festigkeit von 5 bis 8 Tonnen, ausgewechselt und verschiedene Routen neu markiert